Personalberater

Für Fachkräfte ist es oft von Vorteil, mit einem Personalberater zusammen zu arbeiten. Der Personalberater ist kostenlos für den Stellensuchenden, man hat keine Bindung und durchaus das Recht, mit mehreren Beratern gleichzeitig zu arbeiten. Hat man es mit der neuen Stelle nicht so eilig, kann man sich übrigens in den Pool aufnehmen lassen und wird bei einer passenden Stelle vom Berater angesprochen.

Hier sei zunächst erst einmal klargestellt: Personalberater sind keine Zeitarbeitsvermittler oder Personalleaser. Sie vermitteln Arbeitskräfte, aber sie "vermieten" sie nicht. Die Personalberater erhalten meist einen Auftrag von einem Unternehmen. Die Verträge sind meist so gestaltet, dass der Berater bei erfolgreicher Vermittlung eine Provision erhält, die prozentual vom Jahresgehalt des vermittelten Arbeitnehmers abhängt. Das ist auch für den Stellensuchenden von Vorteil: hier wird über realistische Gehälter geredet. Der Berater übernimmt die Vorauswahl für seinen Auftraggeber und hat dabei klare Rahmenbedingungen. Er muss dafür sorgen, dass Stellensuchender und Auftraggeber zusammen passen, denn bei einer Kündigung vor Ende der Probezeit ist er regresspflichtig gegenüber dem Auftraggeber.

Viele Personalberater haben sich auf bestimmte Branchen spezialisiert und man muss versuchen, den richtigen Berater für seinen Beruf zu finden. Viele namhafte Unternehmensberatungen haben mittlerweile auch einen Bereich für Personalberatung (z.B. McKinsey). Auch im Internet gibt es dazu Hilfestellungen.

Consultants.de

Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU) e.V.
Hier gibt es auch eine Suchmaschine für die entsprechenden Berater.

Seit einigen Jahren haben auch die Zeitarbeitsfirmen eine Personalvermittlung integriert. Das ist allerdings mit Vorsicht zu genießen, denn normalerweise möchten sie den Arbeitnehmer zunächst zur "Probezeit" als Zeitarbeitskraft einsetzen, weil sie dabei mehr verdienen. Das ist schwer zu überdenken, denn der Arbeitsplatz ist in dem Fall nicht garantiert, auch wird erst bei der Festeinstellung in dem Unternehmen über Gehalt geredet - und dann ist man schon in der Zwangslage. Die Zeitarbeitsfirmen zahlen dermaßen schlecht, dass man sich danach auf alles einlässt. Das betrifft insbesondere ältere Arbeitskräft, die ja doch schon ein wenig höher in der Preisklasse liegen. Für Einsteiger und jüngere bietet der Einstieg über die Zeitarbeit allerdings oft sehr interessante Perspektiven.

Die Qualität der Berater differiert ganz erheblich. Während man bei den einen mehr oder weniger in der Schublade landet, setzen sich andere sehr stark ein und bemühen sich für beide Seiten - Auftraggeber und Stellensuchende. Einen Personalberater, der einen nicht zu einem persönlichen Gespräch vorab einlädt, kann man schon vergessen. Ein guter Berater macht sich auch ein Bild vom Stellensuchenden, bevor er ihn auf seinen Auftraggeber loslässt. Meist ist er auch bei den Vorstellungsgesprächen anwesend (ist oft sehr hilfreich), gibt vorher Tipps bezüglich der Firma, Kleidungsstil, Führungsstil etc.

Der Vorteil einer Personalvermittlung ist ziemlich klar: Es gibt keine Überraschungen ("wir haben uns eigentlich eine jüngere Dame vorgestellt"), es gibt wenig Probleme bei der Gehaltsverhandlung, viele Dinge sind vorab geklärt. Hier geht es wirklich um den Job und das Interview wird auch entsprechend geführt.


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