Live

Das beste Album von Live ist leider nicht zu kaufen - es war nur kurze Zeit als Bootleg erhältlich: "Plugged up and more". Teilweise ist es der Mitschnitt des MTV-Unplugged Konzerts, dazu einige andere live-Versionen. Vielleicht taucht es doch mal wieder auf - es lohnt sich, darauf zu achten.

Mental Jewelry
Das Debutalbum von 1992 der hierzulande leider viel zu wenig beachteten Gruppe. Auch hier lohnt es sich, einmal ein wenig mehr auf die Texte zu achten. Ein wenig klingen sie wie REM auf Speed, rockiger, zorniger und kurzweiliger als REM je war. Vielleicht liegt es an der Stimme des Sängers Ed Kowalczyk, die sehr ähnlich zu Michael Stipe ist. Aber mit mehr Energie und weniger Selbstmitleid. Besondere Songs sind "The beauty of gray" und "Pain lies on the riverside".

 

Throwing Copper
Der Nachfolger von 1994. Für mich eines der besten Alben der 90er. Live hatte praktisch über Nacht großen Erfolg mit "Selling the drama", das auch eines der besten Stücke auf der CD ist. Aber die Bandbreite von Live wird einem erst auf den Alben bewußt. Langsam, melancholisch, fröhlich und wütend - eine Breitseite intelligenter Texte und gitarrenbetonter Musik.

 

V
Auch hier ist wieder ein anspruchsvolles Album entstanden -und niemand würde mehr Live mit den (mittlerweile sehr müden) REM vergleichen. Musikalisch ausgereift gibt es nun auch ein paar Experimente mit neuen Stilen, was sich Live durchaus leisten kann. "Simple creed" und "Deep enough" sind Highlights mit Hitcharakter, "Hero of love" und "Overcome" sind einfach schön.


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