Genesis

Es war einmal in längst vergangenen Tagen, da gehörte Peter Gabriel noch zur Band Genesis. Und sie machten Musik zusammen, als habe es vorher keine gegeben. Doch dann trennte sich Peter Gabriel von seiner Gruppe (oder umgekehrt) und Drummer Phil Collins übernahm das Szepter. Genesis machte fortan mehr konsumorientierte Musik und wurde sehr viel reicher dabei. Peter Gabriel macht immer noch Musik, als habe es vorher keine gegeben und ist vielleicht nicht ganz so reich. Und wenn sie nicht gestorben sind...

Foxtrot
Genesis haben viel herumexperimentiert (das mag ich immer), Klassik, Akustik und Synthie vermischt, neu verteilt und wirken lassen -und das Ergebnis ist hier einfach erstklassig. Foxtrot ist ein Paradebeispiel für die Qualität dieser Musik. Laute und leise Töne ergeben eine Kombination, die man sich in Ruhe anhören muss. Bester Song ist zweifelsohne "Supper´s ready".

 

The Lamb Lies Down On Broadway
Dieses Album gehört wohl zu den meist beachteten progressiven Alben der 70er, ein sehr eigenwilliges Konzeptalbum über 2 CDs. Aber was für eine Musik! Stark ist bereits der Titelsong, doch extrem gut sind "The chamber of 32 doors", bombastisch und ausgefallen, und natürlich "The carpet crawlers" und "It".

 

Selling England by the Pound
Erst 1974 hatten Genesis eine Hitparadenplatzierung mit "I know what I like (In your wardrobe)". Beachtenswert sind auch "Cinema Show" und "The Battle of Epping Forest", das jedem der Genesismusiker Tribut zollen lässt. Hier gibt es übrigens den ersten Song, der von Phil Collins gesungen wird: "More fool me". Ohne Kommerzgeklimper, völlig abgedreht und aus der Hoch-Zeit der Psychedelic-Phase, also wirklich zum Zuhören. Stellenweise bombastisch und orchestral, aber immer sehr eigen.


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