Dire Straits und Mark Knopfler

Mitten im Synthie-Pop-Sound der beginnenden Achtziger-New-Wave feierte eine Band Erfolge mit Musik, die eher in die vorhergehende Dekade gepasst hätte: Dire Straits. Echtes Gitarrenhandwerk boten Mark Knopfler und Co. mit Old-School Blues und Rock. Knopfler, der Ausnahme-Gitarrist, hat eine interessante Angewohnheit: Er spielt auch die längsten Soli ohne Plektron. Nachdem sich die Band aufgelöst hatte, unternahm Knopfler einen längeren Ausflug in die Country-Szene und schrieb Filmmusiken. Letztes Jahr feierte er ein unglaubliches Comeback mit dem Album "Sailing to Philadelphia".

Dire Straits
Das erste Album der Dire Straits von 1978, mit dem ersten Hit: "Sultans of swing". Ein atmosphärisches Album, gitarrenlastig, akustisch, ruhig, wunderschön und noch ein wenig ungeschliffen. Jeder Titel passt ins Konzept, ist stimmig und immer gut zu hören. Ganz außerordentlich: die Ballade "Wild West end".

 

Alchemy
Eigentlich ist dies eine Art "Best-of-Album" - es ist nicht nur live sondern auch best-played. Der perfekte Sound kommt live noch besser, die Songs sind noch länger, die Soli noch ausdrucksstärker - ein Album der Superlative. "Private investigations" hat sich zwar als Studioaufnahmen schon sehr gut angehört - aber live ist es unschlagbar und wird zu einem unvergleichlichen Klangerlebnis.

 

Mark Knopfler: Sailing to Philadelphia
Mit diesem Album ist ganz klar: Dire Straits bestanden aus Mark Knopfler - und wem eigentlich noch? Spielt keine Rolle. Der Sound ist unverwechselbar im alten Stil, ausgefeilt und ruhig. Perfekt. Besonders schön: Ein Song zusammen mit Van Morrison ("The Last Laugh") und James Taylor im Titeltrack. Alte Dire Straits Fans werden dieses Album lieben - so wie ich.


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