Eric Clapton

Eric "Slowhand" Clapton gehört sicherlich zu den besten Gitarristen der Welt. Seinen Namen machte er sich in den 60ern mit Bluesgrößen wie den Yardbirds und Johnny Mayall's Bluesbrakers. 1966 formierte sich "Cream" mit Clapton, Jack Bruce und Ginger Baker. "Cream" wird von vielen noch heute als beste Band der Rockgeschichte bezeichnet. Dann folgten einige eher kurzlebige Gruppen mit großartigen Musikern: "Blind Faith" mit Steve Winwood und Ginger Baker, "Delaney & Bonnie and Friends" u.a. mit Rita Coolidge, George Harrison und Bobby Whitlock, "Derek and the Dominos" mit Duane Allman und Bobby Whitlock. Die erste Solo-LP folgte 1970.

The Very Best Of Cream
Drei Virtuosen sprengen Ende der 60er den Rahmen des bisher gekannten. Die Creme des Psychedelic Blues/Rock hat vier LPs herausgebracht, so kann ein Best-of-Album leider nur einen Bruchteil bieten. Das sogenannte "Wichtigste" ist aber vorhanden, darunter auch "Crossroads" und "White room". Nicht umsonst gelten Cream als Wegbereiter für Heavy Metal und der 70er Psychedelic-Phase.

 

Blind Faith (digitally remastered)
Das einzige Album erschien 1969 und gilt als Vertreter des "psychodelic blues". Clapton beschränkt sich hier hauptsächlich auf sein geniales Gitarrenspiel -die Vocals singt Steve Winwood. "Can't find my way home" ist mein Lieblingsstück der Platte. Insgesamt ist die Platte sehr "sixties", viel Improvisation und mit einem fast zehnminütigen Drumsolo von Ginger Baker.

 

Derek & The Dominos: Layla And Other Assorted Love Songs
"Layla" war der Song für Patty Harrison, in die Clapton zu dieser Zeit verliebt war (und die mit seinem Freund George Harrison verheiratet war). Das ganze Album steht unter dem Einfluss dieser Leidenschaft und ist entsprechend emotional. Wundervoll schwermütiger Blues verbunden mit poetischen Texten, die aber leider hin und wieder in den genialen Gitarrenorgien untergehen -bei einem Zusammentreffen von Clapton und Duane Allmann war das jedoch zu erwarten. Insgesamt: ist es ein phantastisches Album und nicht nur wegen des Titelsongs. Übrigens: Nach dem Album wurde er von Patty erhört und beide haben geheiratet -und sind schon lange wieder geschieden. So ist das mit den Märchen heutzutage.

 

Unplugged
Dieses Album ist etwas ganz besonderes: die MTV Unplugged Session, eine geniale Aufnahme, qualitativ kaum zu übertreffen. Man hört den Spaß an der Sache, die Songs sind exqusit, mit Ruhigeren sehr sensibel vorgetragen. Bei "Leyla" weiß ich immer noch nicht, welche Version ich lieber mag. Ein weiteres meiner Lieblingsstücke ist das instrumentale Intro.

 

Pilgrim
Nach langer Zeit war "Pilgrim" das erste Album mit Originalmusik. Clapton wechselte den Stil, und wahrscheinlich damit auch die Fans. Keinen experimentellen Blues mehr. Dafür mehr Bandbreite, viel mehr Akustik, gefälligen Blues und auch kleine Ausschwenker zum Pop - aber immer noch die geniale Slowhand-Blues-Gitarre.

 

Reptile
Es ist kein Jahrhundertalbum, aber es ist absolut unterhaltsam und nicht eine Minute langweilig. Dafür sorgt Clapton schon, indem er sich auf dem Album durch verschiedene Stilrichtungen spielt, vom Blues, Gospel und Jazz über Latino Rhythmen bis zu Pop. Den Stilpuristen wird es deshalb wahrscheinlich weniger gefallen. Clapton hat nie vor Covern zurückgeschreckt und so gibt es auch hier einige gute. Besonders gelungen ist die Coverversion von Stevie Wonders "Ain't gonna stand for it".


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