David Bowie

Er wurde das "Chamäleon des Pop" genannt, obwohl es in der heutigen Zeit etwas ruhiger um ihn geworden ist. In den Siebzigern verwandelte er sich vom harmlosen Folk-Gitarristen in den furiosen Ziggy Stardust, mit roten Haaren, Schminke und Glitzerklamotten. Irgendwann kam die "Stage-Tour" und als alle Fans mit roten Haaren, Schminke und Glitzerklamotten im Saal saßen, erschien Bowie - im Anzug mit Krawatte, natürlicher Haarfarbe und ohne erkennbare Schminke als Thin White Duke. Bald darauf arbeitete er mit an dem Film "Der Mann, der vom Himmel fiel" und behielt seine Rolle (wieder rotgefärbt) noch für etliche Monate.

Young Americans
Eine von Bowies Stilwenden entstand 1975. "Young Americans" sollte ein weißes Soul-Album werden. Die Kritiker sind nicht gerade freundlich damit umgegangen, obwohl es durchaus seine Highlights hat. "Fame", die Single des Albums, entstand unter Mithilfe John Lennons, auch bei dem Lennon-Cover "Across the universe" hört man den Ex-Beatle im Hintergrund. "Young Americans", "Can you hear me" und "Fascination sind meine Favoriten.

 

Low
1977 zog David Bowie nach Berlin und arbeitete dort mit Leuten wie Iggy Pop und Brian Eno. Unter dem Einfluss der zunehmend elektronischen Musik hat "Low" eine ganz bestimmte Atmosphäre, die schwer zu beschreiben ist. "Sound and Vision", die Hitsingle beschreibt dies vielleicht am besten. "Low" brach wieder einmal mit allen Vorgängeralben und legte einen völlig neuen Stil vor.

 

Heroes
Auch dieses Album ist noch aus der Berlin-Phase Ende der 70er. Heraus kam ein ungewöhnliches Album, weit entfernt vom Mainstream. Starke Instrumental-Songs (vier Stück - für einen Sänger sehr unüblich) und verzerrte Klänge, teils orientalisch, teils industrial. Der Titelsong ist eine Hymne der damaligen Zeit, neu aufgelegt bei der Verfilmung von Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo.

 

Bowie at the Beeb - Best Of The BBC Sessions
(Lim. Ed. 3 CDs)
Eine Sammlung besonderer Aufnahmen. Die 1. CD enthält Songs der Sechziger, die man teilweise auch in dem nicht mehr aufgelegten Album "Rare" finden konnte - z.B. "Amsterdam" von Jaques Brel. Das allein ist schon ein echtes Highlight. Die 2. CD ist aus der Ziggy Stardust Ära, in bodenständigen Versionen und mit weniger Bombast als die Studioaufnahmen. Absolut hörenswert. In der limitierten Edition gibt es eine Bonus-CD mit einem Konzertmitschnitt (Sommer 2000). Und das ist wirklich erstklassig: Bowie singt einige seiner "Klassiker", aber auch neuere Sachen ("Hours...") mit gewohnter Perfektion und ungewohnter Interpretation. Für Bowie-Fans ist diese CD ein Muss.


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