Space Cowboys

Space Cowboys (2000) von mit und um Clint Eastwood
Allein die Besetzung ließ einiges erhoffen: Donald Sutherland, Tommy Lee Jones, Clint Eastwood und James Garner im Old-Man Revival des amerikanischen Films. Und die Story: vier ehemalige Testflieger der 50er Jahre, die bei der NASA-Gründung um ihre Jobs und ihren Weltraumflugtraum gebracht wurden, sehen als Rentner endlich ihre Chance, denn sie werden für die Reparatur eines veralteten Satelliten gebraucht. Da ihr alter Feind und ehemaliger Vorgesetzte sie austricksen will, lassen sie nichts unversucht um ihren Weltraumflug durchzuführen. Sie betrügen die Ärzte oder bringen sie auf ihre Seite, sie gehen in die Öffentlichkeit (Jay Leno spielt sich selbst in einer kurzen Nebenrolle) und sie bandeln mit der Chefingenieurin an. Bis dort hin ist die Story Extraklasse, die Charaktere sind gut aufgebaut. Der Humor ist subtil bis schreiend komisch, kurz: absolut unterhaltsam! Doch dann erreichen die Herren, was sie wollen. Und hier hätte der Film eigentlich enden sollen. Dann wäre er sicher unter den zehn besten amerikanischen Filmen gelandet. Leider endet der Film nicht. Nun wird er leider sehr amerikanisch. Der Satellit ist eigentlich eine russische Atomraketenabschussbasis, an Bord ist ein Verräter, die Welt ist wieder einmal bedroht und es benötigt unendliches amerikanisches Heldentum, um sie zu retten. Es kracht, zischt und knallt von allen Seiten, immer wieder, weil einmal nicht reicht. So verdienen auch die Trickstudios und Clint Eastwood ist wieder der All-American Hero: immerhin landet er das Shuttle manuell und fast unversehrt auf der vorgesehenen Landebahn. Natürlich, nachdem er die Welt gerettet hat. Leider hat es für den Film nicht mehr gereicht. Schade.

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