Diverse und Anthologien

Diverse: Yeats ist tot!
Hier schrieben fünfzehn irische Erzähler einen Krimi. Darunter befinden sich Roddy Doyle, Marian Keyes, Hugo Hamilton, Joseph O'Connor und Frank McCourt, jeder mit eigenem Stil und eigenem Charme. Das schadet der Geschichte keineswegs, Erzähltempo, Spannung und Charaktere bleiben davon unberührt (sofern sie überleben). Vergessen Sie die Kriminalstory und die Auflösung, weil das wirklich zweitrangig ist. Genießen Sie die irische Dichtkunst, die abstrusen Ideen, skurrile Geschehnisse und haarscharfe Szenenwechsel. Spaßig ist es allerdings, denn jeder Autor gibt der Geschichte eine neue, oft sehr überraschende Wendung. Leute, die von dem einen Autor ausführlich vorgestellt werden, sind bei dem nächsten bereits Todgeweihte. Und Yeats bleibt tot.

 

Anke Cibach: Suche Leiche - biete Mord
Wenn man schwarzen Humor liebt, dann braucht man nicht den Weg über den Kanal antreten, denn die deutsche Meisterin der kriminellen Gemeinheiten ist die norddeutsche Psychologin Anke Cibach. 22 kleine, unfeine und rabenschwarze Kurzkrimis bieten beste Unterhaltung, sind hervorragend aufgebaut und jede einzelne ein witziges Kleinod. Vom mordversuchenden Ehemann bis zum mordenden Holzbock wird nichts ausgelassen. Außergewöhnlich ist "Die Parasitin": das Tagebuch der eifersüchtigen Sekretärin eines Parasitologen, die ihre Nebenbuhlerin auf interessante Art beseitigt... Einfach vergnüglich!

 

Regina Voit (Herausgeberin): Mörderisches Wiesbaden
Eine Anthologie mit 14 Kriminalgeschichten aus der Kurstadt Wiesbaden (der man so viel kriminelle Energie gar nicht zutraut). Eine dieser Geschichten stammt von Philippe Gehring, der mir auch zwei Kurzgeschichten überlassen hat. Eine Leseprobe, die Lust auf mehr macht.

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