Christopher Moore

Christopher Moore (nicht zu verwechseln mit Christopher G. Moore!) war eigentlich Journalist, hat sich nun jedoch durch die Erfolge seiner überaus skurrilen Romane ganz auf das Schreiben konzentriert. Er lebt in Cambria, Kalifornien. Er wird häufig mit Douglas Adams und Tom Robbins verglichen. Sein Schreibstil ist jedoch sehr eigen und die Stories sind so angesetzt, dass man die schrägsten Ereignisse als ganz normal hinnimmt. Die vorhergegangenen Bücher werden zur Zeit leider nicht mehr in Deutsch aufgelegt. "Der kleine Dämonenberater" ist (zu Recht!!!) ein Kultbuch geworden und erzielt als gebrauchte Ausgabe Höchstpreise.

Flossen weg!
Leider erscheint das Buch erst im April 2005 – deshalb gibt es hier nur den Verlagstext: "Seit Jahren versucht der Meeresbiologe Nate Quinn zu ergründen, warum Buckelwale singen. Da geschieht plötzlich etwas Seltsames: Eine riesige Schwanzflosse taucht aus dem Meer auf mit der deutlichen Aufschrift: Fang mich! Und derselbe Wal versucht mehrmals über das Telefon bei Nate ein Pastrami-Sandwich zu bestellen. Nate glaubt seinen Verstand zu verlieren, bis er der Bitte nachkommt und in die wundersame Welt der Wale hinabtaucht." Wenn ich irgendwann einmal herausbekommen habe, was "Pastrami" ist, werde ich das Buch mit Sicherheit lesen.

Die Bibel nach Biff
Unglaublich respektlos, spaßig und für sakral eingestellte Menschen der Gipfel der Geschmacklosigkeit. Aber einfach himmlisch unterhaltsam! Nach zweitausend Jahren fällt es dem Himmel auf, dass in der Bibel eine Lücke gibt: Vom Leben Jesu ist nur die Geburt und sein Wirken nach seinem 30. Lebensjahr wiedergegeben. Doch auch die Kinder- und Jugendzeit sollte berichtet werden. So erweckt man Biff, den Jugendfreund des Heilands, wieder zum Leben um die fehlenden Jahre in der Biografie niederzuschreiben. Engel Raziel soll diese Aufgabe überwachen. Biff ist allerdings kein Gelehrter und sehr bemüht, die Wahrheit zu schreiben. Und so erinnert er sich an Jugendstreiche, an Schlägereien (Pharisäer aufmischen) und die Schwierigkeiten der Pubertät und wie er seinen Kumpel aufgeklärt hat.

Der Lustmolch
Dieses Buch ist völlig unrealistisch, unintellektuell, unpädagogisch, handelt größtenteils von sexuell gestörten Menschen, die Geschichte ist vollkommen absurd und schwachsinnig. Stimmt. Aber es macht höllisch Spaß. Die eigentliche Faszination der Bücher Christopher Moores (und sie sind meiner Meinung nach alle zu empfehlen) liegt darin, uns mit Situationen zu konfrontieren die einfach hanebüchen sind und dabei den Eindruck zu erwecken, das alles sei völlig normal. Da entsteigt dem Ozean eben ein rachedurstiges Seeungeheuer, das sich in einen abgehalfterten B-Movie Star verliebt. Na und? Es ist diese groteske Situationsüberzeichnung und sein sehr spezieller Humor, ganz zu schweigen von den herrlichen Figuren, die auch sein neuestes Buch zu einem Genuss machen.
Diese außerordenlich passende - und extrem gut geschriebene Rezension ist von Georg Hämel (haemel@webandmore.de) aus Kaarst. Ich habe sie bei Amazon gefunden und ihn darum gebeten, mir netterweise den Nachdruck zu erlauben - Vielen Dank dafür!

Weitere Bücher (leider nicht mehr erhältlich):
Der kleine Dämonenberater
Die Himmelsgöttin
Blues für Vollmond und Kojote. Ein magischer Roman

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