Kai Meyer

Kai Meyer wurde 1969 geboren. Er studierte Film, Theater und Philosophie und arbeitete einige Jahre als Journalist. Seine außerordentliche Fähigkeit, Wirklichkeit und Magie zu verknüpfen, verhalf seinen Romanen (u.a. "Die Alchimistin", "Das Haus des Daedalus") zu großem Erfolg. Außerdem schrieb er die Jugendbuchreihen "Sieben Siegel" und "Die fließende Königin". Seit 1995 widmet er sich ausschließlich dem Schreiben. Interessant ist auch seine Website, die nicht nur Neuigkeiten über seine Buchprojekte enthält, sondern auch ein "Journal" - eine Art Tagebuch.

Die Geisterseher
Es war einmal im Jahre 1805... ein berühmter Dichter, namens Johann Wolfgang von Goethe, dessen sterbender Freund, Friedrich Schiller und des weiteren gab es da zwei Brüder, Jakob und Wilhelm Grimm, die alle miteinander in eine unheimliche Geschichte verwickelt sind. Die Geschichte beginnt in Weimar, wo der sterbende Schiller den beiden sein letztes Manuskript übergibt, das Manuskript wird gestohlen, wiedergefunden und nach Prag gebracht - zum Regierungsrat E.T.A. Hoffmann. Weiterhin gibt es gute und böse Geheimbünde, viel Schauder, geheimnisvolle Frauen und diese ganze Mixtur ist eine wundervoll spannende Erzählung - die nur wenig mit der Historie gemein hat. Das war auch nicht Kai Meyers Intention - der spannende Roman mit Elementen aus Schillers "Geisterseher" und Hoffmanns "Sandmann" ist intelligente Unterhaltung. Das Ende weist kleine Schwächen auf, was aber bei diesem hohen Unterhaltungswert keine nennenswerte Rolle spielt.

 

Die Winterprinzessin
Die Gebrüder Grimm erleben ein weiteres Abenteuer, das an Fantasie die gesammelten Märchen in den Schatten stellt. Auf Empfehlung Goethes übernimmt Wilhelm Grimm die Aufgabe, den Erben des Großherzogs von Baden zu unterrichten. Allerdings: das Kind ist bereits vor der Ankunft der Brüder offiziell verstorben. Doch dies denken nur die Eltern und die Öffentlichkeit - in Wahrheit wurden die Kinder vertauscht und auf Wunsch Napoleons soll der Knabe im Verborgenen leben, damit er vor Intrigen und Mordversuche geschützt ist. Allerdings hat der Säugling starke Feinde: Eine Gruppe indischer Fanatiker, eine indische Prinzessin und der intrigante Lord Stansford. Die Brüder geraten wieder einmal in einen Strudel geheimnisvoller und tödlicher Ereignisse um den badischen Thronfolger, um den literarisch und historisch viel spekuliert wurde - es ist sozusagen die Vorgeschichte um Kaspar Hauser.

 

Die Alchimistin
Die Unsterbliche
Ende des 19. Jahrhunderts: Die Familie Institoris lebt mit ihren beiden Töchtern auf ihrem Schloss an der Ostsee. Vater Nestor lebt seit Jahren fast ausschließlich in seinem alchimistischen Labor auf dem Dachboden der Burg. Seine Frau adoptiert den 17-jährigen Christopher, der, ebenso wie Tochter Aura, von Nestor in die Geheimnisse der Alchimie eingeweiht werden soll. Doch der Erzfeind des Vaters schickt einen Mörder, ein Hermaphrodit, der Aura gleichzeitig fasziniert und abstößt. Aura ist inzwischen dem größten Geheimnis ihres Vaters auf die Spur gekommen und wird nun ebenfalls gejagt. Das Buch ist eine düstere Horror- und Mördergeschichte, geheimnisvoll und gleichzeitig so spannend, dass man es nicht mehr aus der Hand legen kann. So kann sich auch niemand dem zweiten Teil entziehen, in dem Aura um ihre Kinder und ihr Geheimnis kämpft.

 

Loreley
Die alte Legende der Loreley, die auf dem Felsen am Rhein sitzt und die Schiffer mit ihrem Gesang ins Verderben stürzt, ist hinreichend bekannt. Kai Meyer hat daraus ein spannendes Fantasy-Märchen gemacht. Ein kleines Mädchen wird gejagt und in einem Schacht auf dem Berg eingesperrt. Das Lehrmädchen Ailis hat alles mitbekommen, wird aber zu Stillschweigen verpflichtet und fügt sich. Darunter leidet auch ihre Freundschaft zu Fee, der Tochter des Burgherrn. Das eingesperrte Kind übt eine seltsame Faszination auf Ailis aus und ihr ist klar, dass es sich hier nicht um ein normales Kind handelt. Denn sie hört den Gesang des Kindes, wie viele andere Lebewesen, für die das tödliche Folgen hat.

 

Das zweite Gesicht
Das Mädchen Jula hat ihre Familie verlassen, um Filmschauspielerin zu werden. Und es gelingt ihr auch - sie wird ein Star der Stummfilmzeit. Doch dann stirbt sie und die Gerüchte besagen, dass sie drogenabhängig war. Julas Schwester Chiara reist nur nach Berlin, um den Nachlass zu regeln. Doch aufgrund verschiedener Ungereimtheiten und Verdachtsmomente beschließt sie, zu bleiben und nimmt das Angebot an, Julas letzte Rolle zu Ende zu spielen. Chiara gerät in den Wirbel der Filmbranche, Intrigen und Verschwörungen. Dann hat sie einen merkwürdigen Unfall, der ihr klar macht, dass Jula vielleicht nicht an Drogen gestorben ist. Kai Meyer schreibt hier gewohnt brilliant und ungewohnt realistisch - man mag das Buch gar nicht mehr weglegen.

 

Trilogie "Die fließende Königin"
Die dreiteilige Reihe spielt in Venedig in einer Parallelwelt. Hier ist die Geschichte anders verlaufen. Venedig wird von den Pharaonen und von der Hölle bedroht. Einzig die Schutzherrin der Lagune, die fließende Königin, könnte das Land retten. Doch auch sie ist in großer Gefahr. Nur Merle, ein Waisenmädchen, kann ihr helfen. Meerjungfrauen und geflügelte Löwen, Meisterdiebe und Zauberspiegelmacher, sie alle haben ihr eigenes Interesse an der Fliessenden Königin und Merle muss mit ihr fliehen. Ein Jugendbuch, das auch die Erwachsenen nicht loslassen wird. Zauberhaft und spannungsvoll geschrieben - Leselust ohne wenn und aber.
Die fließende Königin
Das Steinerne Licht
Das Gläserne Wort

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