Frank McCourt

Frank McCourt wurde 1930 in den USA geboren, 3 Jahre später zogen die Eltern wieder zurück nach Irland. McCourt arbeitete hart dafür, 1949 wieder zurück in die USA zu kommen. Er arbeitete bis zu seiner Pensionierung als Englischlehrer an New Yorker High Schools und schrieb danach seine Kindheitserinnerungen in "Die Asche meiner Mutter" (Angela's Ashes), das ein absoluter Welterfolg wurde und u.a. mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet wurde. Er selbst sagt, es sei das "Buch, das er sein ganzes Leben lang schreiben wollte". Frank McCourt lebt mit seiner Frau Ellen in New York City.

Die Asche meiner Mutter Die Asche meiner Mutter
Lange habe ich mich schwer getan, dieses Buch überhaupt anzufangen. Noch ein weiteres "Arme-Irische-Kindheit-Buch". Letztendlich hat mich Harry Rowohlt als Übersetzer dazu gebracht, das Buch dennoch zu lesen. Und ich habe es nicht bereut – es ist das beste "Arme-Irische-Kindheit-Buch", das ich je gelesen habe! Außerdem fängt es in den USA an, in denen McCourt 1930 geboren wurde. Doch die Eltern verlassen Amerika und ziehen zurück nach Irland – wo das Leben noch viel härter ist. McCourt beschreibt seine Kindheit, wie er sie erlebt hat, mit allen Ungereimtheiten und Fragen, die das Leben, die Religion und die Moral für ein Kind mit sich bringen. Und da die Erwachsenen keine Antworten liefern, baut sich eine eigene Weltanschauung auf, die sehr liebenswert, kindlich einfach und zugleich kompliziert ist. McCourt scheint nicht vieles vergessen zu haben. Und zwischen den Erzählungen, ganz verborgen, dringt auch eine gewisse Zärtlichkeit durch, auch zu seinem Vater, dem Klischee-Iren, der regelmäßig seinen Wochenlohn versäuft, sofern er einen hat, der aber bitterlich weint, als er drei seiner Kinder in dem Elend verliert. Und zu seiner Mutter, die jeden Stolz überwindet, wenn es darum geht, ihre Kinder satt zu bekommen. Das Buch ist niemals selbstmitleidig, natürlich nicht unsentimental (die Iren halt – aber sie verstehen's einfach...), und mit so viel Humor geschrieben, dass man ständig zwischen Lachen und Weinen steht.

Ein rundum tolles Land Ein rundherum tolles Land
Hier der Nachfolgeroman und ein wichtiges Buch für alle, die wissen wollen, wie es mit Frank weiterging: Mit 19 Jahren hat er es endlich geschafft, wieder nach Amerika zu kommen und versucht nun im Land der unbegrenzten Möglichkeiten Fuß zu fassen. Doch so unbegrenzt sind die Möglichkeiten für Iren in den USA nicht. Aber Frank ist ein Kämpfer und er versucht jeden (Um-)Weg, um weiter zu kommen – und schafft es auch. Der Beweis sind diese beiden wundervollen Bücher, die wir das Glück haben, lesen zu dürfen. Selbstverständlich fehlt dem Buch der kindlich-naive Charme, der bei "Die Asche meiner Mutter" so großen Erfolg gebracht hat – schließlich spricht hier nicht mehr der arme irische Junge, der abhängig von seinen Eltern und ihren Entscheidungen ist, sondern der mittellose irische Mann, dessen Zukunft von seinen eigenen Entscheidungen abhängt.

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