Henning Mankell

Henning Mankell, geboren am 03.02.1948 in Nordschweden, zog mit 17 Jahren nach Stockholm und wurde Regie-Assistent am Reichstheater. Mit 20 Jahren begann er, eigene Stücke und Kinderbücher zu schreiben. 1972 leistete er sich seine erste Reise nach Afrika. 1979 veröffentlichte er seinen ersten Roman "Das Gefangenenlager, das verschwand". In den darauf folgenden Jahren arbeitete Mankell als Regisseur, Autor und Intendant für diverse schwedische Theater. in Schweden. Es folgten zahlreiche Reisen nach Afrika. 1985 half Mankell in Maputo, Mosambik, beim Aufbau einer professionellen Theatertruppe und wurde 1986 Leiter des Teatro Avenida in Maputo. In dieser Funktion verbringt Mankell auch heute noch 6 Monate im Jahr in Mosambik. Über Afrika schrieb er die beiden Romane "Chronist der Winde" und "Die rote Antilope".

Tea-Bag
Der Lyrikautor Jesper Humlin hat zwar einigen Erfolg, jedoch befindet er sich derzeit in einer heftigen Krise. Seine Freundin Andrea stellt ihn vor die Wahl: entweder sie wird schwanger oder sie veröffentlicht ihre Memoiren. Außerdem will sein Verleger keine Lyrik mehr, sondern einen deftigen Krimi. Schwedenkrimis sind derzeit der Renner! Sogar sein ärgster Lyrikkonkurrent, seine Mutter und sein Broker arbeiten an einem Kriminalroman. Zu diesem Zeitpunkt treten Tea-Bag, Leyla und Tatjana in sein Leben. Einem gemeinsamen Freund gibt er das leichtfertige Versprechen , die drei zu Schriftstellerinnen auszubilden. Der arrogante Autor findet sich plötzlich mit der Realität der Flüchtlinge und Asylanten konfrontiert und fasst den Entschluss, die drei Frauen durch ein Buch über ihr Leben unsterblich zu machen. Ironisch und humorvoll erzählt Mankell den Zusammenprall zweier Welten.

Die Kriminalromane:

Henning Mankell ist der Star am Krimi-Himmel. So großartige Belobigungen machen immer skeptisch - aber er ist wirklich großartig. Die Romane um den schwedischen Kommissar Kurt Wallander zeichnen sich durch große Menschlichkeit aus - Wallander ist beileibe nicht der "Überheld", sondern ein durchschnittlicher Polizist mittleren Alters, etwas zu klein, etwas zu dick und leicht angeschlagen. Die private Geschichte Wallanders ist durchgängig. Die Fälle sind ungewöhnlich und spannend - keines der Bücher kann man ohne weiteres aus der Hand legen. Leider sind vom Buchhandel die Romane nicht in Reihenfolge erschienen.
Hier die richtige Reihenfolge, dann macht das Lesen mehr Spaß:

Wallanders erster Fall und andere Erzählungen
Mörder ohne Gesicht
Die Hunde von Riga
Die weiße Löwin
Der Mann, der lächelte
Die falsche Fährte
Die fünfte Frau
Mittsommermord
Die Brandmauer

 

Die Rückkehr des Tanzlehrers
Ein neuer Mankell-Krimi ohne Wallander. Auch wenn es für die Anhänger Wallanders schwer ist - Dieser Krimi hat einen anderen Kommissar. Aber der "Neue" ist ebenso interessant, eindringlich und authentisch. Er heißt Stefan Lindman ist 37, Polizeikommissar in Südschweden und hat Krebs. Auch hier steht wieder der Mensch im Vordergrund, werden private und berufliche Vorkommnisse zu einem festen Gewebe verbunden.

 

Vor dem Frost
Wallander ermittel nicht mehr - das hat Mankell uns schon rechtzeitig mitgeteilt. Aber Wallanders Tochter Linda hat sich ja bereits in den letzten Geschichten für das Polizeiwesen interessiert. Und so gibt es nun eine neue alte Protagonistin als Polizeiaspirantin und sicher ebensoviel Spannung wie bei ihrem Vater, der natürlich in dem neuen Krimi auch wieder eine Rolle spielt.

 

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