Nick Hornby

Nick Hornby wurde 1957 in London geboren. Nach seinem Studium der englischen Literatur in Cambridge war er als Lehrer und Journalist tätig. 1992 erschien sein erster Roman "Fever Pitch" mit großem Erfolg. 1995 folgte "High Fidelity", das auch erfolgreich verfilmt wurde. 1998 erschien "About a boy", gefolgt von "How to be good" 2001. Seiner Bücher handeln von "ganz normalen" Menschen, die in ihre Sehnsüchte und Alltagssorgen verstrickt sind. Rührseligkeit und Melancholie vermeidet er durch seinen freundlich-ironischen Unterton.

High Fidelity
Hornby beschreibt die persönliche Krise des 35-jährigen Rob nach einer weiteren gescheiterten Beziehung. Hört sich langweilig an? Ist es aber nicht. Rob ist Besitzer eines Plattenladens und abgesehen von Frauen spielt Popmusik die größte Rolle in seinem Leben. Zusammen mit seinen beiden schrägen Mitarbeitern zieht er Bilanz über sein Leben und stellt er über jede wichtige Frage die "Top 5" zusammen, ob es um (gute und schlechte) Musik, Frauen, Jobs oder Lebensziele geht. Ironisch, unterhaltsam und sehr kurzweilig zu lesen.

 

About a boy
Will Freeman, glücklicher Single mit Kurzbeziehungen und ohne Geldsorgen, lernt einen 12-jährigen Jungen kennen. Durch die zerrütteten häuslichen Verhältnisse des Jungen baut sich gegen Freemans Willen eine Beziehung zwischen beiden auf. Im Grunde sind beide noch Jungen und so lernt Freeman den Ernst des Lebens und der Junge lernt im Austausch über die kleinen Annehmlichkeiten, wie z.B. modische Turnschuhe. Trotz der gewohnt lockeren Schreibweise hat das Buch sehr viel Tiefgang. Der Film leider nicht.

 

Speaking with the Angel
Kurzgeschichten von Robert Harris, Melissa Bank, Patrick Marber, Colin Firth, Zadie Smith, Nick Hornby (Herausgeber)
Dieses Buch ist ein Spendenprojekt für "Tree House", einer Schule mit fachgerechter Betreuung für autistische Kinder erfahren. Leider wird diese Schule nicht subventioniert. Auch Nick Hornbys Sohn ist autistisch. So bat Hornby kurzerhand einige namhafte Schriftsteller um Geschichten. Das Ergebnis liegt hier vor: Zwölf meisterhafte Kurzgeschichten vom Feinsten. Autoren sind: Zadie Smith, Dave Eggers, Helen Fielding, Robert Harris, Patrick Marber, Melissa Bank, Colin Firth, Roddy Doyle, Irvine Welsh, John O'Farrell, Giles Smith und natürlich Nick Hornby selbst mit einer Geschichte über einen Museumswächter, der sich in ein Jesusbild verliebt.

31 Songs
Nick Hornby schreibt über die 31 Songs, die eine wichtige Rolle in seinem Leben spielen und erzählt auf diese Weise viel von sich selbst. So entstehen kleine Betrachtungen über Freundschaften, die unter verschiedenen musikalischen Vorlieben leiden (verstehe ich - kann ein Mensch, der Bohlen hört, mein Freund sein???). Geschichten und Essays für Musikfreunde, die lesen und für Leseratten, die Musik hören. Zudem gibt es 18 dieser besprochenen Songs auf einer CD. Da fragt man sich, wieso nur diese 18? Aber dennoch schön zum mithören und insgesamt ein gutes Projekt, deshalb hier auch der Link zur CD "18 of 31 Songs".

 

Weitere Bücher:
Fever Pitch (Ballfieber - Die Geschichte eines Fans)
Der Erstlingsroman von Hornby - lesenswert, auch wenn man keinen Fußball mag.

How to be good
Das bisher schwächste Buch von Hornby. Es handelt von einer Ehekrise - und ist aus Sicht der Frau geschrieben. Das ist nicht wirklich gut gelungen. Witzige Einfälle wurden leider nicht weiterverfolgt.

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