Ulla Hahn

Die Asche meiner Mutter Das verborgene Wort
Kindheitserinnerungen sind immer interessant, und man kann sich so in andere Zeiten hinein versetzen. Denn immer gibt es irgendwelche Gemeinsamkeiten, egal wie nichtssagend sie sind – und sei es nur die Vorliebe für Himbeerbonbons (die harten, runden) oder das Glück, den wunderbarsten Großvater der Welt zu haben. Ulla Hahn schildert hier eine Nachkriegskindheit im erzkatholischen Rheinland. Das Kind Hildegard, eher ein neugieriges und fantasievolles Kind, wird fast erdrückt vor strengen Konventionen und muffiger Spießbürger-Enge. Daraus findet sie nur einen Weg mit Hilfe des Großvaters, der ihr den Weg ins Land der Geschichten und Märchen zeigt, gepflastert mit Büchern. So wird die Sprache zum Spielzeug, das Kind spricht Hochdeutsch. Natürlich gegen den Willen der Eltern, die mit sehr strenger Hand den Krieg gegen die Fantasie und den Intellekt bei Mädchen antreten.
Ein wenig muss man sich an den Kölschen Dialekt gewöhnen, der hier gnadenlos niedergeschrieben wird. Aber so schwer ist das nicht und dieses wunderbare Buch ist es Wert, weil es einem die Sprache noch einmal schenkt.

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