Simak Büchel und das Literaturprojekt OROPOI

Das Buch:

OROPOI oder Wie die Paviane zu ihren roten Hintern kamen
(Geest-Verlag, ISBN 3-934852-77-7, Preis: 2,56 EUR portofrei ab Verlag
Bestellung per Mail an: geest-verlag@t-online.de
Tel.: 04447-856580; Fax: 04447-856581
Nésenas Großmutter war die älteste Frau des Dorfes und man sprach ihr das Wissen zu, alle Kräuter und Gifte zu kennen. Es ging sogar das Gerücht um, dass sie mit den Geistern der Vorfahren sprechen könne. Wegen ihrer Weisheit wurde sie von vielen Menschen besucht. Die Kinder des Dorfes jedoch mochten die alte Frau aus einem ganz anderen Grund. In den Nächten kurz vor der Regenzeit schlichen sie zu ihr, weil sie dann die herrlichsten Geschichten erzählte. Die Kinder nannten sie Dana, was soviel wie Oma heißt. Und wieder einmal muss sie den Kindern die Geschichte von Oropoi erzählen, die Geschichte, wie die Paviane zu ihren roten Hintern kamen. Wie, das werden wir natürlich nicht an dieser Stelle verraten, das solltet Ihr schon selber lesen oder Euch vorlesen lassen.

Zum Projekt "Oropois Land":

Während der intensiven Zeit eines Projektes in Ostafrika kam Büchel die Idee zu einer Kindergeschichte, die sich mit der Thematik des Fremden und Eigenen auseinandersetzte. Es entstand in der Folgezeit das broschierte & illustrierte Kinderbuch mit dem Titel "Oropoi oder Wie die Paviane zu ihren roten Hintern kamen." Diese Geschichte bildet den erzählerischen Grundstock seines Kultur- und Literaturprojektes für Grundschulen - "Oropois Land" - mit welchem er in den vergangenen zwei Jahren bereits etliche Grundschulen im gesamten Bundesgebiet besuchte. Im Rahmen von Schulfesten fand das Projekt ebenso Verwendung wie auch integriert in Unterrichtsreihen zu den Themen Fremde, Afrika, Kulturen dieser Welt etc.
Das Projekt für 1. bis 4. Klassen ist auf zwei Zeitstunden pro Klasse/Gruppe ausgerichtet. In vier Elemente lässt es sich gliedern. In der ersten Phase findet das Abrufen bereits vorhandenen Wissens über Afrika statt. Die meist aus Medien herrührenden Bilder werden gesammelt und anschließend mit eigenem Bildmaterial in Frage gestellt. Anhand einer Vielzahl projizierter Fotos wird das Bild der afrikanischen Fremde erweitert, differenziert und ganz allmählich - durch das Aufzeigen von Parallelen zu unserer eigenen Kultur - vertraut gemacht. Kenianische Dörfer und Metropolen wie Nairobi werden im Kontrast gezeigt, Savannenlandschaften sind neben solchen zu sehen, die auch in der Eifel liegen könnten, Fotos aus kenianischen Grundschulen, Fotos vom Marktplatz, von Einkaufsläden und aus Küchen ergänzen die Eindrücke.
In der zweiten Phase schlüpft Simak Büchel in die Rolle eines Geschichtenerzählers, hockt sich vor der Tafel auf den Boden und entwirft um sich her die Ausgangssituation des Kinderbuches: Die kenianische Nacht bricht herein, eine alte Frau sitzt vor ihrer Hütte und wartet auf die Kinder des Dorfes, denen sie Geschichten erzählen kann. Die Schulkinder werden in die Geschichte integriert, werden - wie der Erzählende selbst - Teil der Geschichte von Oropoi und den Pavianen. Jedes einzelne Tier aus "Oropoi" erhält seine ureigene Sprache, seine gestischen und mimischen Eigenarten, so dass den Kindern - immer eingebunden in das Erzählen! - Geschichten als etwas Lebendiges begreifbar werden.
Phase drei und vier werden durch weitere Methodenwechsel aufgelockert. In ihnen wird eine Vielzahl kenianischer Gebrauchs- und Alltagsgegenstände gezeigt und erklärt. Kinder werden in Lhesos, Fees, und Kopftücher gekleidet, um das Bild der kenianischen Kultur noch weiter zu verdichten. Gespräche über das Anderssein in einer fremden Kultur beschließen das Projekt. Der Autor berichtet neben einer Vielzahl heiterer und skurriler Anekdoten auch, wie ein Säugling zu weinen begann, als er ihn - als ersten Europäer seines Lebens - zu Gesicht bekam, oder wie Kinder versuchten, die helle "Farbe" von seinen Armen zu reiben. "Kennt ihr das Spiel: Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?", ist eine der Fragen aus Phase vier. "Wie glaubt ihr, müsste das Spiel in Kenia heißen?"…

Terminabsprache
für OROPOIS LAND: über Simak Büchel - c/o Schneider - Marienstr. 28 - 53773 Hennef - 0228-90 93 678 - simak@t-online.de Bisherige Projektorte von OROPOIS LAND :

Grundschulen in:
Westerhausen (30.09.01), Ahlhorn (09.12.01), Oldenburg (18.12.01), Vechta (23.02.02), Isselburg (08.03.02), Hoyerswerda (24.05.02), Lemförden (31.05.02), Brühl (31.03.03), Schönenberg (07.05.+09.05.03), Dortmund (11.06.03), Hausdorf (23.09.03), Machern (26.09.03), Grimma (01.10.03)
Darüber hinaus:
Haus der Geschichte Bonn (Messe Mirgration), Köln (Lesefördergruppe hörgeschädigter Kinder).
Im Oktober 2003 wurde OROPOIS LAND von der Stiftung Lesen in das "Ideenforum Schule" aufgenommen (www.ideenforumschule.de - Service/Information - Unterrichtsmaterial/Publikationen).
Darüber hinaus brachte die Fachzeitschrift "Grundschule" des Westermann-Verlags in ihrer Ausgabe 10/03 einen Veranstaltungshinweis zu OROPOIS LAND. Und Teil des offiziellen Programms von "Käpt´n Book - Lesefest Bonn" ist es überdies geworden (November 2003).


Kinderbücher
Autoren